Mirella Emig

Werkstadt

Das Projekt versteht sich als experimentelle Stadtlandschaft, in der modulare Holzbaumodule Wohnen, Arbeiten und künstlerisches Produzieren zu einem räumlich offenen System verwoben werden. Auf dem Areal der ehemaligen Technisch-Gewerblichen Abendschule im 4. Bezirk, unweit der TU Wien, Angewandten und Akademie der bildenden Künste, entsteht eine terrassierte Struktur, die sich zur Topografie und zum Anton-Benya-Park öffnet. Die Basis bilden 4 × 12 Meter große Module ähnlich jenen der Firma „Wohnwagon“, aus denen fünf Typen entwickelt werden: Wohnen, Arbeiten, Artist-in-Residence, Erschließung und Freiraum. Durch horizontale Verschiebungen und vertikale Abstufungen entstehen Terrassen, Innenhöfe und offene Kommunikationsräume, die unterschiedliche Grade von Intimität und Kreativität ermöglichen. Das Erdgeschoss wirkt als sozialer Filter mit Café, Werkstätten und Eventflächen; darüber liegen leistbare Wohnräume und flexible Arbeitsbereiche. Die Artist-in-Residence-Einheiten im obersten Geschoss setzen zusätzliche kulturelle Impulse. “WERKSTADT” ist somit als ein wandelbares, erweiterbares System – eine kreative Stadt im Kleinen -, die nachhaltige Materialien, leistbaren Wohnraum und kulturelle Produktion zu einem lebendigen Organismus verbindet, zu verstehen.